Bei der Industrieaufwertung 1961: Die Brücke zur Lösung der Geldnot
Als der zweite Familiennachfolger Ernst Johann Schmid 1961 das Ruder übernahm, war die Schweizer Fertigungsindustrie bereits weltweit für ihr Label „Präzision + Zuverlässigkeit“ bekannt – aber eine neue Technorevolution brachte neue Überlebensherausforderungen: Die CNC-Werkzeugmaschinentechnik reached die Schweiz Ende der 1950er Jahre aus den USA und Deutschland. In den 1960er Jahren präsentierte Tornos seine erste CNC-Automatendrehmaschine, deren Anschaffungskosten 6-8 Mal so hoch wie bei traditionellen Nockenautomatendrehmaschinen lagen. Die Inbetriebnahmezeit erstreckte sich auf 3-6 Monate, und die Zahlungsfrist verlängerte sich von 90 auf 180 Tage. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die 85 % der Schweizer Fertigungsunternehmen ausmachten, war das gängige Dilemma: „Upgrade wollen, aber keine Mittel haben; wagen, aber Risiken fürchten“ – HMS’s 40-jähriges traditionelles „Werkzeugmaschine + Prozess“-Handelsmodell konnte die komplexen Bedürfnisse der Partner nach „Kostensenkung, Effizienzsteigerung + Risikokontrolle“ nicht mehr erfüllen.
Statt im Komfortbereich eines „Händlers“ zu verharren, setzte HMS das Gen des Gründungsgenerations „Partnerbedürfnisse im Zentrum“ fort und startete eine Transformation von einem „Produktdienstleister“ zu einem „Kapitalvermittler“. Auf Basis von Kreditdaten von über 100 Firmenkunden aus den vergangenen 40 Jahren kooperierte es mit der Schweizer Basler Kantonalbank, um KMU maßgeschneiderte Finanzlösungen für Geräteleasing zu offerieren:
• 1965: Pionierarbeit mit dem „Ratenzahlung + Prozesspaket“-Modell. Bei der Anschaffung von Tornos TC8-CNC-Drehmaschinen konnten KMU eine 30%-ige Anzahlung und eine 3-jährige zinsfreie Ratenzahlung in Anspruch nehmen, ergänzt um HMS’s integrierte Dienstleistungen „Inbetriebnahme von Werkzeugmaschinen + Betriebstraining + Prozessoptimierung“. Beispielsweise bei der Geräteaktualisierung für den Genfer Uhrwerksteilehersteller A. Schild SA senkte HMS durch Ratenzahlung die einmalige Investition um 70 % und unterstützte bei der Anpassung der maximalen Spindeldrehzahl der TC8 (3000 U/min) an die Uhrwerkzahnradbearbeitungsprozesse. Dadurch stieg die Zahnradbearbeitungseffizienz um das 2,5-fache im Vergleich zu traditionellen Geräten, mit Toleranzen von ±0,01mm – das Unternehmen konnte die Gerätekosten innerhalb von 3 Jahren amortisieren.
• 1978: Vertiefung des „Finanzleasing + Restwertgarantie“-Services. Auf die Initiative „Technikverbreitung fördern“ der Schweizerischen Gesellschaft für Mechanik und Elektrotechnik (SMTI) hin gründete HMS eine spezielle Leasinggesellschaft und führte ein Dreifachwahlangebot ein: „Leasing verlängern, kaufen oder zurückgeben“ nach Ablauf. Für das Medizinproduktunternehmen Mathys Medical bei der Anschaffung der Tornos Multidec 20/8-Mehrspindel-CNC-Drehmaschine – mit 8-Achsenkoordination – bot HMS ein 5-jähriges Finanzleasing an, bei dem die monatlichen Leasingraten nur 1,2 % des Gesamtgerätekostens ausmachten. Es versprach zudem, dass bei Rückgabe des Gerätes nach Ablauf HMS eine Restwertgarantie von mindestens 20 % des Originalgerätekostens übernimmt. Dieses Modell löste das Problem der Medizinproduktunternehmen „schnelle Geräteaktualisierung und hohe Kapitalbindung“ und ermöglichte Mathys die erfolgreiche Präzisionsbearbeitungsmodernisierung von orthopädischen Implantaten in den 1980er Jahren.
Ab den 1980er Jahren stieg HMS weiter in die Verknüpfung von „industriellem Eigenkapitalinvestment + Gerätedienstleistungen“ ein, tätigte kleine Eigenkapitalinvestitionen in potenzielle KMU und ließ diese HMS’s Geräte und Finanzlösungen einführen. Beispielsweise stellte es Start-up-Präzisionstechnikunternehmen unter sehr günstigen Bedingungen fortschrittliche Werkzeugmaschinen zur Verfügung, im Tausch für einen Teil der Eigenkapitalanteile. Dieser Ansatz löste nicht nur die Finanzierungsprobleme von Start-ups, sondern verband auch ihr technisches Wachstum eng mit HMS’s Geschäftsentwicklung.
Bis in die 1990er Jahre war der Kern von HMS’s „Wertschöpfung“ in dieser Phase „die doppelten Barrieren von Kapital und Technik durchbrechen“ – Dienstleistungen von der „Gerätebetriebsebene“ auf die „Kapitalmarktoperationsebene“ erweitern. Die Errungenschaft der „Wertverwirklichung“ war die „gegenseitige Prosperität von Partnern und Ökosystem“: Es unterstützte über 200 Unternehmen bei der CNC-Gerätemodernisierung, trieb die durchschnittliche Bearbeitungspräzision der Schweizer Präzisionsfertigung von ±0,03mm in den 1960er Jahren auf ±0,008mm in den 1990er Jahren an. HMS selbst wuchs von einem einzigen Händler zu einem diversifizierten „Handel + Finanz“-Komplexunternehmen heran.
In der Welle der Industrieaufwertung bewies HMS erneut: Wahre Stabilität liegt nicht in starrer Festhaltung an Traditionen, sondern in der iterativen Entwicklung im Rhythmus der Partnerbedürfnisse – vom „Effizienzpartner“ der Gründungsgeneration zum „Finanzpartner“ der zweiten Generation, unverändert ist die Urzielsetzung „Partnerbedürfnisse als Ausgangspunkt“. Dies wurde HMS’s Kernkompetenz, um die Ölkrise der 1970er Jahre und die europäische Wirtschaftskrise der 1990er Jahre zu überstehen.